Textilien und Keramik – ein gegensätzliches Paar?

Abstract Keynote | Dr. Miriam J. Hoffmann

Textilien und Keramik können auf eine über 30.000 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Sie gehören zu den frühen menschlichen Zeugnissen auf der Erde. Töpfe und Schalen dienten als Speise- und Vorratsbehälter, und Kleidung schützte die Menschen vor Wärme und Kälte. Daran hat sich bis in das 21. Jahrhundert nichts geändert.

Beide Gattungen sind eng mit dem häuslichen Umfeld verbunden, aber ein Materialmix kommt nur selten vor. Die Unterschiedlichkeit der Rohstoffe und deren Verarbeitung zum fertigen Produkt verhinderten zumeist eine Vermischung. Aber gilt das auch für den Bereich der Bildenden Kunst?

Im Vortrag sollen die Materialeigenschaften von Textil und Keramik beleuchtet und ihre sich daraus ergebenden Verwendungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Anhand historischer Beispiele wird das Verhältnis von Textil und Keramik in der höfischen Kultur und in der Blütezeit des deutschen Porzellans im 19. Jahrhundert aufgezeigt.

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Dr. Miriam J. Hoffmann

Studium der Kunstgeschichte, Europäischen Ethnologie, Germanistik in Kiel und Bloomington (USA)

Promotion über die Lübecker Tafelmalerei des Spätmittelalters

Leiterin des Kreismuseums Prinzeßhof in Itzehoe

1. Vorsitzende des Vereins der Freunde des Rosenthal-Porzellans e.V.

Keynote von Dr. Miriam J. Hoffmann im Museum Tuch + Technik während des 3. Internationalen Keramiksymposium Neumünster am 14. September 2019 (Fotos: Stefan Tenner)

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